So kam mir die Idee zum diesjährigen Jahresrückblick und
Barbara gefiel diese ebenfalls und so vereinbarten wir im Oktober ein Date im
„Borgo Fontelupo“, um das ganze fotografisch festzuhalten......!
Zu Hause traf ich schon die ersten Vorbereitungen und richtete
das Notwendigste her, das ich mitbringen sollte:
Olivenöl, Kräuter, Aromaöle und
Leckerlis......
.....da ich bereits eine Schokoladenseife mit Rosmarin
hergestellt hatte (Rechts im Bild!) und diese meiner Tochter besonders gut
gefallen hatte, wollte ich dieses Jahr ein weiteres Experiment mit Minzöl machen
– schlicht und ergreifend „After eight“
Da ich noch einige Lavendelsamen hatte, wollte ich auch dieses
ausprobieren......, Lavendel hat eine desinfizierende Wirkung...
Alles gepackt – dann auf ins „Borgo FonteLupo“ zu Barbara, die
uns schon erwartete – hier im Bild mit dem Haupt-Fotografen (meine Tochter hat
die meisten Bilder gemacht, die nun folgen!)
+ Wasser (am besten entkalkt!), + eine Küchenwaage, + Natronlauge in Pulver, + einen Messbecher, + eine Schüssel, + Olivenöl sowie Erdnusöl.
+ 133 g Natronlauge in Pulver + 347 ml Wasser + 1 Liter Öl
Das abwiegen von der Natronlauge bitte nie in geschlossenen
Räumen tun, denn die Substanz ist ätzend!!!
Zum Schutz der Waage bitte ein Küchentuch auf die Waagschale
legen. Wir hatten die dreifache Menge Natronlauge genommen, also 400 g – mit der
Küchenwaage geht es selbstverständlich nicht so genau, machen wir es also auf
italienisch: „alla buona“ – „ein Gramm hin oder ein Gramm her, das nehmen wir
nicht schwer“ !!!!
Nun kommt das ganze in eine resistente Schüssel (wir hatten eine
Plastikschüssel verwendet). Besser wäre es natürlich noch, wenn man sich
Gummihandschuhe und eine Schutzbrille zum Schutz der ätzenden Dämpfe anziehen würde, das hatten wir
leider vergessen, aber da muss ich zu meiner Schande gestehen, dass wir nicht
mit gutem Beispiel vorangegangen sind, also bitte besser machen!!!!!!
Späte Einsicht ist besser als gar kein, zum Mischen der
Natronlauge mit dem Wasser haben wir uns dann Schutzmasken aufgesetzt!
Aufgepasst, denn wenn das Wasser mit der Lauge eine Verbindung eingeht,
entstehen Temperaturen von ca. 90°C (wie immer präsentiere ich hier keinen
wissenschaftlichen Bericht und ich bin kein Chemiker – die wahren Experten
wissen sicher besser, welche Temperaturen die Lösung genau erreicht!)
...und schüttet es in einen Topf in dem mindesten 5 Liter Flüssigkeit Platz finden. Wir haben für unsere Seifen eine Basis von insgesamt 3 Litern Öl genommen: 2 Teile Olivenöl und einen Teil Erdnussöl (Speiseöl). Natürlich kann man auch nur Olivenöl oder ein anderes Öl nach seinem Geschmack wählen – jeder ist sein eigener „Produzent“ Die Öl wird nun erhitzt, aber bitte nicht zum Kochen
bringen!!!!!!
Nun ist ein etwas milchige und zähe Flüssigkeit
entstanden, die man nun erst mal mit viel Geduld ca. 20 – 30 Minuten ständig
rühren sollte, damit sich die Lauge mit dem Öl verbindet oder sagen wir besser
„anfreundet“, denn so richtig verbinden tut sich das ganze erst später!!! Unterständigem Rühren von der Öl-Laugenmischung im Topf habe ich ca. 800 ml der Mischung zu den Kräutern geschöpft. Die Schale sollte mit ca. 4 – 5 cm Flüssigkeit gefüllt sein. Meine Schale hat die Masse 15 x 23 cm. Je nachdem ob Sie eine kleinere oder grössere Form verwenden,
müssen Sie entsprechend weniger oder mehr Flüssigkeit einfüllen Im Vordergrund sieht man die “Lavendelseife“ oder zumindest das, was die Seife mal werden soll, links hinten ist die Schokoladenseife, d. h. die „After-eight-Seife“, auf die ich ebenfalls ca. 800 ml der Öl-Laugen-Lösung auf ca. 35 g geriebene Schokolade genommen habe. Beim ersten vorsichtigen Schnüffeln riecht vor allen Dingen der
starke Geruch der Natronlauge noch vor, also bitte nur vorsichtig riechen!!! Meine 3. Form habe ich „natur“ gelassen!
Nun habe ich jeden Tag nach dem Rechten geschaut und ab und zu
gerührt und nach ca. 5 – 6 Tagen war dies das Ergebnis: alle 3 Mischungen waren
gestockt, hatten eine Konsistenz wie Bienenwachs, also nicht zu hart und nicht
zu weich....!!!! Hier schneide ich die Schokoladenseife, die zu diesem Zeitpunkt noch recht dunkel war, da sie noch feucht war und alle flüssigen Substanzen „rausschwitzt“ musste! Ich habe mich für kleine Seifen entschieden, mit den Massen 4 x
4 cm und ca. 2 cm dick.
Die geschnittenen Seifen habe ich zum Trocknen auf Tabletts
gelegt, die ich zuvor mit alten Tüchern ausgelegt hatte, damit die Flüssigkeit
aufgesaugt werden kann. Aufgepasst, denn in der ausgeschwitzten Flüssigkeit ist
natürlich auch noch Natronlauge und die kann sich z. B auch durch ein
Papptablett „durchfressen“. Die dunklen „Pralinen“ sind die Schokoladen–Minz-Seifen, die
hellen sind die Seifen mit dem Lindenblütenöl.
...der Meinung ist auch meine Tochter, die an einer
Lavendel-Seife schnuppert! Da meine Eisschalen nicht eckig waren, habe ich die „runden“
Ecken verworfen und die Form begradigt und die Reste in die Schale
gesammelt.....
Wie man deutlich sehen kann, verlieren die getrockneten Seifen Ihre kräftige Farbe, die sie noch im frischen Zustand hatten! Erkennen Sie noch die Schokobällchen? Im Cellophan verpackt oder im Seidenpapier verschnürt – ein
hübsches und gelungenes Geschenk! Die Seifen, auch wenn es sich nur um „Miniseifen“ handelt, sind
sehr ergiebig. Sie schäumen kaum oder gar nicht und unterscheiden sich auf jeden
Fall von |
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